ikasle

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letzte Änderung 22.10.2008
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Mali/Bamako

Mein Sprachaufenthalt in Bamako, der Hauptstadt Malis:

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ikasle .
DE EN SP EU
22.10.2008
14.10.2008
Ich bin wieder da!! Also, nicht da sondern natuerlich hier. In Koeln. Schon seit ein paar Tagen. Heile und gesund ... Naja, heile und in einem Stueck trifft es wohl eher. Gesund kommt schon noch.

Also, wie gesagt, ich bin wieder im Land. Und wieder erreichbar. Melde mich in den kommenden Tagen bestimmt auch bei den ein oder anderen. Wer Lust hat, darf sich aber auch gerne selber melden. Bis demnaechst also wieder etwas direkter und persoenlicher als ueber einen Internet-Blog!

Gruesse, Heike







Regrese! Desde hace unos dias estoy en Colonia de nuevo. Estudiando, trabajando. Todo como siempre. Nada mas para contar. Si alguien tiene preguntas ... espero.

Hasta entonces ... Saludos, besos y todo eso,

Heike19748546
 
ikasle .
DE EN SP EU
22.10.2008
16.09.2008
Huuiiii! Und wieder liegt eine ereignisreiche Woche hinter mir. Gegen Ende geht scheinbar alles schneller und die Zeit verfliegt. In nicht mals drei Wochen bin ich schon wieder zuhause. Aber eigentlich wollte ich ja gerade noch von der letzten Woche erzaehlen ... also:

Als erstes war da der Besuch beim Schneider. Wenn man so etwas hier vorhat, sollte man dafuer schon grosszuegig einen Nachmittag einplanen. Man geht irgendwann dort vorbei, der Chef ist allerdings gerade nicht da. Es wird also gewartet waehrend um einen herum die Naehmaschinen surren. Zwischendurch erledigen wir mal eben unsere Einkaeufe und als wir dann wieder kommen, ist auch der Meister persoenlich anwesend. Wie ueberall gibt es auch hier erstmal die ausgedehnte Begruessung bevor wir unsere Wuensche aeussern duerfen. Dazwischen immer wieder Kopfschuetteln: Nee, nee, was wir da wollen, ist ja alles ziemlich schwierig! Danach setzen wir uns dann mal auf die Bank, der Meister arbeitet weiter, eine andere Kundin kommt herein, wird begruesst; dann schweigen alle. So vergeht eine Weile. Bloss keine Hektik. Jaaa, unsere Sachen seien ja extrem kompliziert und deshalb natuerlich auch teuer. Kommt garnicht in die Tuete! Der Preis ist ja wohl viel zu hoch! Schweigen. Sitzn. Naehmaschinen surren. Warten. Die andere Kundin wird erstmal bedient. Okay, wieviel zahlen wir denn freiwillig? Pffft! Ist viel zu wenig! Hinsetzen. Schweigen. Surren. Warten. Man einigt sich in der Mitte. Noch eben Mass nehmen. Anderthalb Stunden sind um. In ein paar Tagen dann zur Anprobe.

Die Nacht haengen wir ganz laessig auf einem Dach ab. Die Temperatur ist wunderbar angenehm, ein leichter Wind weht und der angekuendigte Regen bleibt aus. Getraenke und frische Ananas haben wir noch schnell auf der Strasse besorgt und geniessen dann den Ueberblick auf das naechtlich erleuchtete Bamako. Einer unserer Gespraechspartner - ein Zufallsbekannter aus dem Sotrama - stammt aus Mopti. Prima! Da wollen wir auch noch hin! Er verspricht uns dort unterzubringen und uns die Stadt zu zeigen. Das waere geklaert.

Einen anderen Abend wird meine Veranda (Okay, okay, die meiner Gastfamilie!) zum Chillen benutzt. Unser Chauffeur, der aelteste Sohn meiner Gastmutter und die beiden Hausmaedchen haben sich dort traege breit gemacht, aber fuer mich bleibt noch genug Platz. Es wird rumgealbert, viel Bloedsinn geredet, ein paar Vorurteile ueber Deutschland werden abgebaut (Nein, ich verdiene keine 1000Euro im Monat und meine Wohnung hat auch nur knapp 17qm.) und jeder darf sich ein Land wuenschen, in dem er/sie spaeter mal leben moechte. Dann muss ich natuerlich mit essen. Zu meinem Glueck gibt es Haehnchen mit Pommes. Das ist auch ohne Besteck zu bewaeltigen und ich blamiere mich nicht allzusehr.

Im Grossen und Ganzen waren das die Hoehepunkte der letzten Woche. Ganz am Rande - nein, eher nebenan, denn unsere Schule liegt direkt neben der Jurafakultaet - gab es noch Studentenproteste. Die Regierung zahlt naemlich seit Monaten keine Stipendien mehr aus und das finden die Studenten nicht wirklich toll. Also ging es ab auf die Strasse, Barrikaden wurden angezuendet, Steine geworfen und die Polizisten (genau gegenueber stationiert) haben die Buesche zerpflueckt, um sich mit Stoecken zu bewaffnen (den handlichen Traenengaswerfer hatten sie aber vermutlich nicht aus einem Strauch hervor gezaubert). Und schon war alles wieder vorbei und es herrschte nur noch der normale Laerm und das gewohnte Chaos.

Bis neulich - Kan ben! Alima19748533
 
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