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letzte Änderung 02.11.2006
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...menschen im www...

Zunächst einmal ärgert mich ein wenig die Oberflächlichkeit die in dem Forum herrscht. Damit meine ich nicht die Beiträge der User, sondern das Verhältnis zueinander. Da werden kräftig Rosen und Sternchen verteilt und mit der Hand gewunken. Da werden Mitleidsbekundungen gemacht und scheinbares Interesse an dem anderen gezeigt. Im nächsten Augenblick wird sich gegenseitig in den Rücken gefallen. So etwas wie Loyalität scheint es dort nicht zu geben (was die meisten angeht. Nicht alle!) und der Begriff ist für mich sehr wichtig. Irgendwie kommt es mir wie eine Scheinwelt vor, in der man sich rasch geborgen und anerkannt fühlt, man aber Grunde für die meisten nichts weiter als ein Nick ist. Manchmal ein lustiger Nick und manchmal ein Ernster. Die Person dahinter wird meist nicht wahrgenommen. Wie gesagt, nicht bei allen, aber bei der überwiegenden Mehrheit.


Ein weiterer Punkt ist die Art, wie manche User sich bemühen selbst in Szene zu setzen. Sehr oft kommt es mir so vor, als wollten einige nicht dem Threaderöffner helfen, sondern sich selbst in ein möglichst gutes Bild rücken. Und sich selbst bestätigen. Sich die eigenen klugen Beiträge anschauen und sich an deren Weisheit selbst ergötzen. Ja nicht zugeben auch mal falsch zu liegen, weil sie dann glauben, ihr eigener tadelloser Ruf würde dadurch befleckt werden, wenn herauskommt, dass sie auch nur Menschen sind. Von der Sorte gibt es einige.

Ja, Beiträge und Personen meiden, die einen ärgern… Das würde zwangsläufig bedeuten, dass ich über kurz oder lang nur noch in Quasselfäden“ schreibe. Da hocke, „Hallo“ und „guten Morgäääähn“ schreibe und davor und dahinter ein paar Smileys setze. Dann ständig auf „Aktualisieren“ klicken und darauf warten, das sich einer erbarmt zu antworten.


Und das ist der nächste Punkt. Da muss ich mich an meine eigene Nase fassen. Ich habe gemerkt, dass ich immer mehr dazu neige nachts die Kiste anzuwerfen und bis spät morgens dazuhocken, Beiträge zu schreiben und immer wieder in der Forumsauflistung der anwesenden User zu schauen, wer denn gerade im Forum ist. Mich dann frage, warum der/die denn nicht antwortet, oder in einen Quasselfaden was rein schreibt. Irgendwie kommt mir das wie eine Sucht vor. Die Sucht nach der Scheinwelt einer Gemeinschaft. Der scheinbaren Kommunikation und der scheinbaren Freundschaften. Aber im Grunde vereinsamt man eigentlich. Und je einsamer man wird, umso mehr sucht man Halt in der „Community“. Die stützt einen, richtet einen auf, tröstet einen. Aber eben nur scheinbar! Womit sich der Kreis zum ersten, von mir erwähnten Punkt wieder schließt.



fernbeziehungen...

Ich kann mir gut vorstellen, was in euch vorgeht. Immerhin hatte ich über mehr als ein Jahr „eine Art Fernbeziehung“. Auf die Dauer zermürbt einen so was. Es sei denn, man ist ein unsensibler, oberflächlicher Mensch. Oder einer, der vielleicht seine Ideale in anderen Dingen sieht und sich nicht an zwischenmenschlichen Beziehungen aufreibt.

Ich glaube, auf Dauer ist so etwas nicht zu ertragen. Außer man legt sich eine Art Panzer zu und versucht selber, Gefühle nicht mehr an sich heran zu lassen. Ich weiß aber nicht, ob das so erstrebenswert ist. Heutzutage beginnen viele Pärchen eine Beziehung über eine weite Distanz hinweg. Das liegt natürlich zum größten Teil an den unzähligen Chatrooms, Flirtseiten und Singletreffs msn, icq usw. im Internet. Da gibt es noch die Unterscheidung zwischen Wochenendbeziehungen und solchen, die über eine derartige Entfernung laufen, dass man sich nur sehr selten im Jahr sehen kann. Die Wochenendbeziehungen haben es natürlich leichter. Es ist auch wichtig, dass „im Notfall“ die Strecke auch mal Ausserplanmäßig zurückgelegt werden kann. (Natürlich, wenn die Bereitschaft dafür auch vorhanden ist sich auch während der Woche mal nachmittags ins Auto zu setzen und 2 Stunden Auto zu fahren) Beiden ist dennoch eines Gemeinsam. Über kurz oder lang bricht es auseinander. Wenn man nicht den Absprung schafft, gleich welche Gründe dagegen zu sprechen scheinen, ist das eine zwangsläufige Entwicklung. Irgendwann kommt einer, oder beide damit nicht mehr klar. Es kommt zu Missverständnissen, die nicht gleich ausgeräumt werden können. Die einen der beiden Partner langsam auffressen. In den Zeiten, wo man sich trifft, bemüht man sich besonders Vorteilhaft zu wirken. Man „überdreht“, kann das aber nicht lange durchhalten. Man stellt sich ein Treffen vorher vor – ist dann enttäuscht, wenn es nicht ganz so läuft. Und, im „schlimmsten“ Fall begegnet einem der beiden jemand anderes. Tröstet in der Phase der Einsamkeit….

zum schluss ein zitat von YUNUS EMRE

kommt lasst und bekanntschaft schließen, lasst uns freunde werden, die liebe leben, niemanden wird die welt allein gehörn.

yunus emre
 
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